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Chicago Bulls

Chicago Bulls 1984 - 1993


In seiner Rookie-Saison bei den Bulls übertraf Michael Jordan die in ihn gesteckten Erwartungen deutlich. Er wurde beinahe Topscorer der NBA und führte die Bulls in die Playoffs, wo man allerdings bereits in der ersten Runde unterlag. Am Ende der Saison wählte man ihn zum besten Neuling des Jahres („Rookie of the Year“). Er steuerte in seiner Rookie-Season im Schnitt 28,2 Punkte pro Spiel bei.

Eine ernste Verletzung zwang Jordan, beinahe seine komplette zweite Saison auszusetzen. Kurz vor Ende der regulären Saison kam er jedoch zurück und erkämpfte für sein Team den Einzug in die Playoffs. Dort unterlag man zwar erneut in der ersten Runde, doch stellte Jordan im zweiten Spiel jener Serie gegen die Boston Celtics den bis heute gültigen Playoff-Punkterekord von 63 Punkten auf.

In seiner dritten Saison (1986-87) gelang Jordan ein Kunststück, das vor ihm nur Wilt Chamberlain gelungen war: eine Saison mit über 3.000 Punkten. Am Ende führte Jordan mit einem Schnitt von 37,1 Punkten pro Spiel die Topscorer-Liste der NBA an. In den Playoffs blieben die Chicago Bulls zum wiederholten Male erfolglos. 1988 wurde Jordan überraschend (da die Bulls nur 50 Spiele gewonnen hatten) aufgrund seiner herausragenden Einzelleistungen zum „wertvollsten Spieler“, dem MVP, der NBA gekürt. In den Playoffs verloren die Bulls - wie auch in den beiden Jahren darauf (1989 und 1990) - gegen die Detroit Pistons.

Allerdings gewann Jordan 1988 den MVP-Titel des Allstar-Games, sowie zum zweiten Mal in Folge den Slam Dunk Contest. Seine spektakulären Flüge zum Korb brachten Jordan, der inzwischen den Status eines Superstars erreicht hatte, die Spitznamen „Air Jordan“ und „His Airness“ ein. Sein Ausrüster Nike stieg durch den massenhaften Verkauf von „Air Jordan“-Schuhen zum Weltkonzern auf.

Nach sieben Jahren in der NBA konnte Michael Jordan 1991 seine erste Meisterschaft feiern. Nachdem sich sein wichtigster Teamkollege Scottie Pippen entscheidend verbessert und Bulls-Coach Phil Jackson ein neues Angriffsschema eingeführt hatte, wurden im Conference Finale die Detroit Pistons deutlich geschlagen. Im Finale 1991 trafen die Bulls auf die Los Angeles Lakers mit ihrem Star Magic Johnson, der in jenem Jahr seine letzte Saison spielte. Die Bulls gewannen auch hier - u.a. dank der Verletzung eines wichtigen Lakers-Spielers, James Worthy - deutlich.

Sowohl 1991 als auch 1992 gewann Jordan die MVP-Auszeichnung. Nach einer herausragenden NBA-Saison mit beinahe 70 gewonnenen von 82 Saisonspielen schafften die Bulls 1992 den erneuten Final-Einzug. Dort schlug man die Portland Trailblazers um Clyde Drexler, den damaligen Rivalen Jordans, wenn auch nicht ganz so deutlich wie die Lakers im Jahr zuvor. In Spiel 1 jener Finalserie erwischte Jordan einen besonders guten Tag und erreichte in der ersten Hälfte des Spiels bereits 35 Punkte (inkl. sechs Dreipunktewürfe), was bis heute ein NBA-Rekord ist.

Nachdem das Verbot für Profisportler bei Olympia aufgehoben worden war, durfte Jordan erneut an den Olympischen Spielen teilnehmen. Er war Mitglied des legendären US-Dream Teams in Barcelona, das überragend Gold gewann. Erst der Auftritt jener Mannschaft machte Basketball in der ganzen Welt und vor allem in Europa populär.

1993 gelang es den Bulls erneut, den Meisterschaftstitel zu verteidigen, als man im Finale durchaus knapp die Phoenix Suns um Charles Barkley schlug. Drei Titel in Serie hatten zuletzt die Boston Celtics in den 1960ern gewonnen. In allen drei Finalserien wurde Jordan zum MVP gewählt, was ein Novum in der Geschichte dieser Auszeichnung war. Mittlerweile gehört auch Shaquille O’Neal zu den Spielern, die die Auszeichnung dreimal in Folge gewinnen konnten (2000-2002 bei den Los Angeles Lakers). Dazu kommt noch Tim Duncan (San Antonio Spurs), der die Auszeichnung zwar nicht in Folge gewinnen konnte, aber trotzdem drei Mal, in denen die Spurs im Finale standen und dieses erfolgreich hinter sich ließen, MVP wurde (1999, 2003, 2005).

Am 6. Oktober 1993 erklärte Michael Jordan im Zenit seines Schaffens überraschend sein Karriereende. Kurz zuvor war sein Vater, James Jordan, ermordet worden. Jordan beschloss, den Wunsch seines Vaters zu erfüllen und Profi-Baseballer zu werden. In den kommenden anderthalb Jahren spielte er mit mäßigem Erfolg bei den Birmingham Barons, einem Minor League Baseball-Team der Chicago White Sox.

 

Chicago Bulls 1995 - 1998

 

Am 10. März 1995 brach in der MLB ein Spielerstreik aus; der Spielbetrieb kam zum Erliegen. Jordan begann daraufhin wieder mit den Bulls zu trainieren, was nach und nach publik wurde. Am 18. März verkündete er kurz "I'm back" und spielte den Rest der Saison 94/95 in der NBA. In den Conference Halbfinals wurden die Bulls überraschend von den jungen Orlando Magic um Shaquille O’Neal geschlagen, sodass Zweifel an Jordans Leistungsfähigkeit aufkamen.

Doch bereits in der Saison darauf stellten die Bulls, verstärkt durch Verteidigungs-Spezialist Dennis Rodman, mit einer Bilanz von 72-10 gewonnenen Spielen einen neuen NBA-Rekord an Siegen in einer Saison auf. In den Playoffs der Saison 95/96 wurden die Orlando Magic deutlich geschlagen und im Finale nach ein paar Schwierigkeiten auch die Seattle Supersonics. Jordan wurde MVP der Saison, des Allstar-Game und der Finalserie, was zuvor einzig Willis Reed in einer Saison erreicht hatte.

In den zwei Folgejahren 1997 und 1998 gewannen die Bulls wieder den Meistertitel, diesmal jeweils gegen die Utah Jazz um Karl Malone und John Stockton, die in zwei durchaus ausgeglichenen Serien besiegt wurden. Michael Jordan schaffte mit seinen Bulls dadurch bereits zum zweiten Mal den sogenannten Three-Peat, also drei aufeinanderfolgende NBA-Meisterschaftstitel zu erringen, was in den Medien allgemein als großer Repeat Three-Peat gefeiert wurde. Ein Kunststück, das bisher einzigartig in der NBA-Geschichte ist.

Im Alter von 35 Jahren dachte Jordan erneut über ein Karriereende nach. Am 13. Januar 1999 verkündete er schließlich seinen Entschluss, zum zweiten Mal zurückzutreten. Neben anderen geschäftlichen Tätigkeiten übernahm er bei den Washington Wizards den Posten des Team-Managers.

 

Washington Wizards 2001 - 2003

 

Zur Saison 2001/02 kehrte der inzwischen 38-jährige Jordan ein weiteres Mal in die NBA zurück. Diesmal unterzeichnete er für zwei Spielzeiten bei den Washington Wizards, einem bestenfalls mittelmäßigen Team. Sein Jahresgehalt der Saison 2001/02 von (für NBA-Verhältnisse geringen) einer Million US-Dollar spendete er den Hinterbliebenen der Terroranschläge am 11. September 2001.

Die Wizards schafften trotz Jordan weder in der Saison 2001/02 noch 2002/03 den Einzug in die Playoffs, jedoch gelangen Jordan einige weitere NBA-Rekorde. Beim NBA-Allstar Game 2003 überbot er Kareem Abdul-Jabbar als All-Time-Leading Scorer der All-Star Games. Am 21. Februar 2003 gelang Jordan als erstem 40-jährigen NBA-Spieler, mehr als 40 Punkte in einem Spiel zu machen.

Zum Ende der Saison 2003 erklärte Jordan im Alter von 40 Jahren seinen dritten, diesmal wohl endgültigen Rücktritt vom Leistungssport. Sein letztes Spiel für die Wizards endete in einer 87:107 Niederlage gegen die Philadelphia 76ers.